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Sep
15

Bekannte Marathonläufer

Der erste Marathonläufer der Geschichte gab der Legende nach seine Visitenkarte bereits bei den alten Griechen ab. Wie uns überliefert wurde, soll nach dem glorreichen Ende der Schlacht von Marathon im Jahre 490 vor Christus ein Soldat aus Athen den wartenden Stadtbewohnern den Sieg verkündet haben. Dazu ist er allerdings dem Vernehmen nach eine Strecke von mehr als 40 Kilometern vom Schlachtfeld bis nach Athen zu Fuß gelaufen. Ob das wahr ist, fragt heute niemand mehr. Solche Legenden verdeutlichen vielmehr, wie siegestrunken man damals war. Im Rausch der Gefühle schafft man eine solche Strecke, getragen von dem Wissen, welchen Jubel die Botschaft auslösen würde. Dass der Läufer dann am Ziel tot zusammengebrochen sein soll, ist ebenfalls Teil der Geschichte. Trotzdem gehört der Marathonlauf noch heute zu den klassischen olympischen Disziplinen.

Heute ist der Marathonlauf erstaunlich in und schon mancher Prominente hat seine läuferische Visitenkarte abgegeben. Man weiß es von Ex-Außenminister Joschka Fischer und Joel Kelly, einem Mitglied der Kelly Family. Sogar Schlagerstar Jürgen Drews, selbst ernannter König von Mallorca, wollte Marathon laufend seine Visitenkarte abgeben. Man(n) zeigt damit in fortgeschrittenem Alter gerne seine Fitness. Drews steht damit in einer Reihe mit Prominenten wie Ex-Radprofi Rolf Aldag, Versteckspiel-Schriftsteller Günter Wallraff, UN-Berater Willi Lemke oder Ex-US-Präsident George W. Bush, der die Hustoner Strecke 1993 angeblich in guten 3:44:52 absolvierte. Vielleicht wurde er eine Teilstrecke getragen oder zwischendrin in der Staatskarosse spazieren gefahren? Werbewirksam war es auf jeden Fall!

Internationale Prominenz gab bei verschiedenen Marathon-Veranstaltungen ebenfalls ihre läuferische Visitenkarte ab. Schauspieler Ryan Reynolds war als Ex-Lover von Scarlett Johansson bekannt. Sarah Palin ist eine Ikone der Tea Party und lief den Marathon in Anchorage mit. Formel-Eins-Pilot Jarno Trulli brauchte deutlich mehr Zeit als Palin. Er ist eben Fahrer, kein Läufer. Seine Visitenkarte mit Autogramm ist dennoch ein Renner. Wer Rapper P. Diddy um eine Visitenkarte erleichtern konnte, hatte noch mehr Glück. Ob Oprah Winfrey eine Visitenkarte für die Autogramjäger mit sich führte, als sie 1994 Marathon lief, wissen wir nicht. Vielleicht hatte ihr Leibwächter welche dabei. Klar ist aber: Eine Oprah Winfrey braucht keine Visitenkarte. Jeder Amerikaner kennt sie sowieso. Und wir auch.